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Erfolg hat Methode – Methoden zur Rauchentwöhnung

Auf Ihren Entschluss sollten Sie sich gut vorbereiten. Machen Sie sich Ihren Zigarettenkonsum und vor allem die Gründe bewusst, warum und in welchen Situationen Sie automatisch zur Zigarette greifen. Wenn Sie nicht sofort von der Zigarette loskommen, hilft es, die Zigaretten an einem für Sie unüblichen Platz aufzubewahren. Der gedankenlose Griff zur Zigarette wird so erschwert. Wechseln Sie dann häufig die Zigarettenmarke und leeren Sie den Ascher nicht mehr.

Und noch etwas: Ohne Ihren festen Willen ist jede Methode mehr oder weniger sinnlos. Ihr persönlicher Entschluss, mit dem Rauchen aufzuhören, ist die Grundlage für ein gesundes, selbstbewusstes Leben.

  • Schlusspunkt-Methode
    Von jetzt auf gleich aufhören. Folgen Sie dem „Fahrplan zum Aufhören“. Sie ist die einzige Methode, die nichts kostet. Durchführen kann man sie allein oder in Verbindung mit einem Gruppenprogramm (Fünf-Tage-Plan). Wenden Sie sich bei Problemen z. B. an das Rauchertelefon des dkfz unter Tel. 062 21 – 42 42 00.
  • Schlusspunkt-Methode mit Unterstützung durch Bibliotherapie
    Stärkung der Motivation durch einschlägige Literatur.
  • Nichtraucher in 10 Schritten/10 Wochen
    Rauchstopp mit Unterstützung durch Verhaltenstherapie. Das Rauchen wird hier nicht sofort gestoppt, sondern allmählich reduziert. Begleitet wird die Maßnahme durch regelmäßige Gruppentreffen, bei denen hauptsächlich das (erlernte) Rauchverhalten bekämpft wird.
  • Mit leichten Schritten zur letzten Zigarette
    Eine Weiterentwicklung des Programms „Nichtraucher in 10 Wochen“, das zusätzlich ein Fitnessprogramm beinhaltet.
  • „Das Rauchfrei Programm“
    Ein vom Institut für Therapieforschung (IFT) entwickeltes Gruppenprogramm für alle, die langfristig rauchfrei leben wollen und sich professionelle Unterstützzung wünschen. Der Kurs basiert im Gegensatz zum 10-Schritte-Reduktionsprogramm auf der Schlusspunktmethode und dauert je nach Terminplanung zwischen drei und acht Wochen. Neben den Kursterminen werden die Teilnehmer zusätzlich telefonisch betreut.  Weitere Infos zum Programm finden Sie im Flyer Rauchfrei-Programm
  • Rauchstopp mit Unterstützung durch Verhaltenstherapie nach Allen Carr
    Der englische Buchautor Allen Carr hat eine eigene Verhaltenstherapie zur Entwöhnungsunterstützung entwickelt: Easyway-Methode – Rauchfrei in sechs Stunden. Dabei werden gängige Rauchmythen enttarnt und der vermeintliche „Genuss“ ins rechte Licht gerückt.
  • Akupunktur
    Durch Einstiche ins Ohrläppchen wird den Zigaretten ihr „Geschmack“ genommen. Außerdem sollen die Nebenwirkungen des Rauchstopps genommen werden. Die Methode wird sowohl von Ärzten als auch von Heilpraktikern angeboten.
  • Hypnose
    Hierbei handelt es sich um ein suggestives Verfahren, das über die Veränderung des Bewusstseins versucht, Rauchfreiheit zu schaffen. Die Methode wird ebenfalls von Ärzten und Heilpraktikern angeboten.
  • Laser-Therapie
    Durch energiereduziertes Laserlicht, werden mehr als 45 Sucht- und Entspannungspunkte am Körper stimuliert, die mit dem Rauchen in Verbindung stehen. Die 45 minütige Behandlung ist schmerzfrei und hat keine Nebenwirkungen. Die üblicherweise leidigen Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme, innere Unruhe, aggressives Verhalten treten wegen der entspannenden Wirkung der Softlaser-Therapie nicht ein. Die Laserbehandlung mildert die Entzugserscheinungen wie Reizbarkeit und innere Unruhe auf ein Minimum.
  • Psychoanalytisches Verfahren
    Hier handelt es sich um eine Therapie, wie sie allgemein bei Alkohol- und Heroinsuchtkranken, seltener jedoch bei Nikotin-Sucht, zur Anwendung kommt.
  • Kurse für Herz-Kreislauf-Geschädigte
    Der medizinisch orientierte Trainingskurs für infarktgefährdete Raucher wird von Ärzten und Rehabilitationskliniken angeboten und wendet sich ausschließlich an Herz- und Kreislaufpatienten und Übergewichtige (insbesonders nach einem Infarkt).
  • Substitutionsmethode
    Nikotinentwöhnungsmittel wie Nikotin-Pflaster, -Kaugummis, -Lutschtabletten oder -Nasensprays helfen durch kontrollierte, reduzierte Nikotinzufuhr vom Rauchen loszukommen und vermeiden das Einatmen der gefährlichen Abbrandprodukte. Während der Körper kontinuierlich noch mit Nikotin versorgt wird, kann sich die Psyche ungestört an das Nichtrauchen gewöhnen. Nasenspray und Lutschtabletten sind rezeptpflichtig.
  • Zyban
    Zyban (rezeptpflichtig) ist keine „Wunderpille“ zur Rauchentwöhnung. Der Wirkstoff Bupropion ist ein Antidepressivum mit einer die Nikotinsucht hemmenden Nebenwirkung.
  • Champix
    Auch Champix (rezeptpflichtig) ist keine „Wunderpille“. Der Wirkstoff Vareniclin (aus dem Goldregen gewonnen) besetzt die gleichen Rezeptoren wie Nikotin und behindert so das Andocken von Nikotin im Gehirn. Champix soll geringere Nebenwirkungen als Zyban aufweisen.