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In deutschen Filmen wird zuviel geraucht

Marlene Mortler (CSU), Drogenbeauftragte der Bundesregierung will, dass in deutschen Filmen weniger rauchende Schauspieler gezeigt werden. Die Filmwirtschaft müsse „sich des eigenen Einflusses auf die Gesundheit der Zuschauer“ bewusst werden. „Je häufiger Jugendliche in Film- und Fernsehen sehen, dass geraucht wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie selbst zur Zigarette greifen.

Der Schutz der Jugend ist keine Aufgabe, die ausschließlich auf Eltern übertragen werden dürfe. „Eine generelle Medienkompetenzbei den Zuschauern vorauszusetzen wäre leichtfertig und kurzsichtig.“

Die Forderung Mortlers bezieht sich auf eine aktuelle Studie des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung, das Filmproduktionen der Jahre 2016 und 2017 ausgewertet hat. Danach waren in 33 von 39 der für den deutschen Filmpreis „Lola“ nominierten Filme rauchende Schauspieler zu sehen (rund 85 %). Dagegen wurde in amerikanischen Filmen nur in 27 von 42 Fällen geraucht (rund 64 %).

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Aktionsbündnis Nichtrauchen (ABNR) schlagen vor, Filme mit Raucherszenen mit einer Altersfreigabe erst ab 18 Jahren zu versehen.