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Passivrauchen

Tabakqualm ist eben nicht nur lästig. Passivrauchen – also das unfreiwillige Einatmen von Tabakrauch – ist eine nicht zu unterschätzende Gesundheitsgefahr. Das belegen wissenschaftliche Studien eindeutig.

Besser lebt es sich rauchfrei!
Besser lebt es sich rauchfrei!

Nichtraucher, die regelmäßig mitrauchen müssen, riskieren grundsätzlich die gleichen akuten und chronischen Gesundheitsschäden wie Raucher. Geringer sind nur Ausmaß und Häufigkeit der Schäden. Zu den unmittelbaren Folgen zählen

Augenreizungen, Husten, Heiserkeit und Halsschmerzen, Schwindel und Übelkeit. Auch Passivrauchen kann Lungenkrebs und Herz- Kreislauf-Erkrankungen verursachen oder begünstigen.

Das Bundesgesundheitsamt (BGA) hat bereits 1988 festgestellt, dass das Risiko, an Krebs zu erkranken, bei Passivrauchern mindestens 100 Mal höher ist als bei Einatmen von Asbeststaub in einer Konzentration von 1000 Fasern/m³.

Eine Ende 2005 vom Deutschen Krebsforschungszentrums (dkfz) Heidelberg vorgestellte Studie belegt, dass allein in Deutschland jährlich etwa 3.300 Nichtraucher durch Passivrauchen vorzeitig sterben, die meisten an Herzinfarkt, Schlaganfall oder Lungenkrebs.
Sehen Sie hierzu die Passivrauchuhr (Link öffnet sich in einem neuen Fenster).

Tabakrauch in der Raumluft wurde 1998 von der MAK-Kommission der DFG *) als Stoff eingeordnet, der beim Menschen eindeutig Krebs erzeugt. Er wurde sogar in die höchste der fünf Gefährdungsstufen gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe eingestuft.

Für Krebs erregende Substanzen existieren keine Schwellenwerte, unterhalb derer sie als nicht gesundheitsschädigend betrachtet werden können. (MAK-Kommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft)

*) MAK: Maximale Arbeitsplatz-Konzentrationen- und Biologische Arbeitsstoff-Toleranzwerte-Liste, DFG: Deutsche Forschungsgemeinschaft