Schockbilder wirken

Schockfotos auf den Zigarettenpackungen wirken. Das geht aus einer Studie des Kieler Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung hervor, die das Institut für die Krankenkasse DAK-Gesundheit durchführte.

Befragt wurden gut 6.900 Schüler aus 408 fünften bis zehnten Klassen an 44 Schulen in sechs Bundesländern, von denen 80 Prozent sagten, sie hätten noch nie geraucht.

Das Ergebnis der Studie fasste der DAK-Vorstandschef, Andreas Storm, so zusammen: „Unsere Studie zeigt, dass die Warnhinweise in beträchtlichem Maße negative Emotionen auslösen, wobei Jugendliche, die noch nie geraucht haben, stärker emotional reagierten als rauchende Jugendliche“.

Von drei Warnhinweisen – „Rauchen verursacht 9 von 10 Lungenkarzinomen“, „Rauchen mindert Ihre Fruchtbarkeit“ und „Kinder von Rauchern werden oft selbst zu Rauchern“ – sprach der erste emotional am stärksten an.

E-Zigaretten-Akku fängt Feuer

In Wien wurden die Reserveakkus einer E-Zigarette in der Hosentasche eines 43-jährigen Mannes plötzlich heiß und fingen an zu brennen. Dadurch erlitt der Mann schwere Verbrennungen zweiten und dritten Grades am Oberschenkel und an der Hand, wie der Wiener Rettungsdienst  am 24. Mai 2018 mitteilte.

Mietminderung bei rauchenden Nachbarn

Die Störung der Nachtruhe durch Nikotingeruch stellt für sich betrachtet eine besonders intensive Beeinträchtigung des Gebrauchs der Mietsache dar, weil Mieter der Störung machtlos, nicht vorhersehbar während der Ruhezeiten ausgesetzt sind, die – ausweislich zahlreicher gesetzlicher Regelungen – einen besonderen Schutz genießen; vor diesem Hintergrund ist die zeitliche Häufigkeit der Störungen nicht von Belang.

Raucher müssen zu Hause einfache und zumutbare Maßnahmen ergreifen, um eine Beeinträchtigung ihrer Nachbarn durch Zigarettenrauch zu vermeiden. Sind Mieter nachts in ihrem Schlafzimmer Geruchsbelästigungen, z. B. infolge eines aus dem Fenster rauchenden Nachbarn, ausgesetzt, überschreitet dies das erträgliche Maß, befand das Landgericht Berlin.

In einem erheblichen Fall kann eine Mietminderung um drei Prozent gerechtfertigt sein. Erreicht die Intensität der Beeinträchtigungen ein unerträgliches und/oder gesundheitsgefährdendes Ausmaß, kann dies auch den Ausspruch einer Kündigung des Mietverhältnisses unter dem Gesichtspunkt der Störung des Hausfriedens rechtfertigen. (Az.: 65 S 362/16).

 

Rauchverbot in Österreich in Autos mit Kindern

Wenn Kinder im Auto mitfahren, darf ab dem 1. Mai in Österreich nicht mehr geraucht werden. Darauf weist er ADAC hin. Das Verbot gilt sowohl für den Fahrer als auch alle Mitfahrer.
Bei einem Verstoß werden bis zu 1000 Euro Bußgeld fällig, so der Automobilclub.

Andererseits hatte die österreichische Regierung das Rauchverbot in der Gastronomie Ende März wieder aufgehoben.

Gesundheitspolitiker fordern Werbeverbot für Tabak

Außenwerbung für Tabakprodukte, z. B. an Litfaßsäulen, ist mit einer Ausnahme in allen EU-Ländern verboten. Nur in Deutschland darf die Tabakindustrustrie noch immer großflächig Reklame für ihre Produkte machen.

In der letzten Legeslaturperiode sollte zwar auch in Deutschland damit Schluss gemacht werden, doch scheiterte eine Gesetzesinitiative an einer Blockade einiger CDU-Abgeordneten.

Jetzt fordern mehrere Gesundheitspolitiker der großen Koalition einen neuen Anlauf für ein weitreichendes Tabakwerbeverbot auch in Deutschland. „Das Tabakwerbeverbot muss in Deutschland sofort umgesetzt werden“, sagte der stellv. Fraktionsvorsitzende der SPD, Karl Lauterbach. Ähnlich äußerte ich die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU): „Tabakaußenwerbung hat in einem modernen gesundheitsbewussten Land nichts zu suchen. Unser Ziel muss es sein, Jugendliche davon abzuhalten, mit dem Rauchen zu beginnen.“

Die Linksfraktion wirft der Regierung „Völkerrechtsbruch“ vor. Die Bundesregierung hat die Tabakrahmenkonvention der Weltgesundheitsorganisation (WHO) über ein umfassendes Verbot aller Formen von Tabakwerbung ratifiziert, setze dies aber nicht um. „Die Tabakindustrie erkauft sich seit Jahren das Wohlgefallen der Politik und verhindert so umfassende Werbeverbote“, sagt der drogenpolitische Sprecher Niema Movassat.

In deutschen Filmen wird zuviel geraucht

Marlene Mortler (CSU), Drogenbeauftragte der Bundesregierung will, dass in deutschen Filmen weniger rauchende Schauspieler gezeigt werden. Die Filmwirtschaft müsse „sich des eigenen Einflusses auf die Gesundheit der Zuschauer“ bewusst werden. „Je häufiger Jugendliche in Film- und Fernsehen sehen, dass geraucht wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie selbst zur Zigarette greifen.

Der Schutz der Jugend ist keine Aufgabe, die ausschließlich auf Eltern übertragen werden dürfe. „Eine generelle Medienkompetenzbei den Zuschauern vorauszusetzen wäre leichtfertig und kurzsichtig.“

Die Forderung Mortlers bezieht sich auf eine aktuelle Studie des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung, das Filmproduktionen der Jahre 2016 und 2017 ausgewertet hat. Danach waren in 33 von 39 der für den deutschen Filmpreis „Lola“ nominierten Filme rauchende Schauspieler zu sehen (rund 85 %). Dagegen wurde in amerikanischen Filmen nur in 27 von 42 Fällen geraucht (rund 64 %).

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Aktionsbündnis Nichtrauchen (ABNR) schlagen vor, Filme mit Raucherszenen mit einer Altersfreigabe erst ab 18 Jahren zu versehen.

 

Rauchen mindert die Wundheilung

KÖLN – Rauchen beeinträchtigt die Wundheilung im Mund.

Wer sich eine künstliche Zahnwurzel einsetzen lässt, sollte daher möglichst darauf verzichten. Das Risiko, ein Implantat zu verlieren, ist laut der Initiative ProDente bei Rauchern doppelt so hoch wie bei Nichtrauchern.

Wichtig für den langen Erhalt eines Implantats ist auch die Pflege. Vor allem der Übergang zum natürlichen Zahn muss gründlich geputzt werden. Neben Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta sollten täglich Zahnzwischenräume mit Zahnseide und Interdentalbürstchen gereinigt werden.

Ärzte fordern Kohlenmonoxid-Melder für Shisha-Lokale

Nach Ansicht von Ärzten im Rheinland sollten Kohlenmonoxid-Melder zur Pflicht in Shisha-Bars werden. In vielen Lokalen werden rund um die Uhr Wasserpfeifenkohle verbrannt, was zu hohen Werten von Kohlenmonxid in der Raumluft führe, teilte die Ärztekammer Nordrhein mit.

Kohlenmonoxid ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas sowie ein gefährliches Atemgift. Es wird leicht über wie Lunge aufgenommen und behindert den Transport von Sauerstoff im Blut.

Während Rauchmelder in vielen Bunderländer Pflicht sind, gibt es laut Ärztekammer Nordrhein für Kohlenmonoxid-Melder keine solche Vorschriften.

Strafen für Bahnhofsraucher

Tausende haben im vergangenen Jahr fürs Rauchen in Berliner Bahnhöfen oder Zügen zahlen müssen. Die S-Bahn und die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) baten im vorigen Jahr rund 5300 Menschen zur Kasse.

Das antwortete die Senatsverkehrsverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Harald Moritz (Grüne), die am Dienstag veröffentlicht wurde. Die Höhe der Gesamteinnahmen wurde nicht genannt. Das Rauchen „von herkömmlichen, aber auch elektronischen Zigaretten“ ist in Verkehrsmitteln und auf Stationen außerhalb von gekennzeichneten Flächen nicht erlaubt. Wer dagegen verstößt, muss 15 Euro zahlen.

Vortrag „Ich rauche (nicht mehr) gerne…“

vista Alkohol- und Medikamentenberatung Charlottenburg lädt Raucherinnen und Raucher, die mit dem Rauchen aufhören wollen, zu einem kostenlosen Vortrag ein.

    „Ich rauche (nicht mehr) gerne…“- Ideen für den Start ins rauchfreie Leben

Termin: Dienstag, 12.09.2017 um 19:30 Uhr
Ort: vista Charlottenburg, Kaiser-Friedrich-Str. 82, 10585 Berlin
ÖPNV: U-Bhf. Bismarckstraße
Referentin: Ingrid Schmitz, vista Alkohol- und Medikamentenberatung Charlottenburg
Infos: Tel. (030) 34 80 09 48
Internet: www.vistaberlin.de